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Die Geschichte von Graf von Faber-Castell

Adel verpflichtet: Graf von Faber-Castell steht für luxuriöse Schreibgeräte und edle Schreibaccessoires. Als die Marke 1993 gegründet wurde, hatte sie beste Startvoraussetzungen, denn sie konnte von jahrhundertealtem Branchenwissen profitieren. Seit neun Generationen dreht sich bei den von Faber-Castells alles um Schreibgeräte – wir von DBS und MEY machen mit Ihnen einen kurzen Galopp durch die Familiengeschichte.

Pferdefuhrwerke klappern über unbefestigte Straßen, aus Hinterhöfen und Werkstätten dringt eifriges Gehämmer: Wir schreiben das Jahr 1761, als Kaspar Faber in Stein bei Nürnberg beschließt, ein eigenes Gewerbe zu gründen und auf eigene Rechnung Bleistifte herzustellen. Damit legt er den Grundstein für ein Unternehmen, das über 250 Jahre später international erfolgreich sein soll. Schnell spricht sich sein handwerkliches Können herum und er kann sein Geschäft ausbauen. Nach seinem Tod übernimmt sein Sohn Anton Wilhelm den Betrieb, den er innerhalb weniger Jahre zu einer florierenden Manufaktur ausbaut. Er erwirbt auch ein Grundstück am Ortsrand von Stein, auf das die Werkstatt umzieht. Bis heute befindet sich hier der Stammsitz der Firma Faber-Castell.

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Seit neun Generationen wird das Unternehmen Faber-Castell als Familienbetrieb geführt.

Lothar Faber, ein junger Mann mit großen Plänen

Im 19. Jahrhundert erkennt die Familie, dass Bildung und Wissen wichtig sind, um langfristig am Markt bestehen zu können. Lothar, einer der Enkel von Anton Wilhelm Faber, sammelt Erfahrungen in Paris und London. Als der ehrgeizige 22-Jährige 1839 die Bleistiftfabrik übernimmt, hat er Großes vor: "... mich auf den ersten Platz emporzuschwingen, indem ich das Beste mache, was überhaupt in der Welt gemacht wird..." Diesem Ziel strebt er über die ausgezeichnete Qualität seiner Bleistifte entgegen. Er löst sich von Zwischenhändlern und reist persönlich durch die Welt, um einen eigenen Kundenkreis zu erschließen und gründet bereits 1849 eine Verkaufsgesellschaft in New York und 1855 ein Geschäftshaus in Paris. Auch Richtung Osten streckt er seine Fühler: 1856 sichert er sich die alleinigen Abbaurechte einer Graphitmine in Sibirien, die damals den besten Graphit der Welt liefert. Auf wirtschaftlicher, aber auch sozialer Basis macht er sich mit vielen Projekten verdient, weshalb er 1862 in den Persönlichen, 1881 in den Erblichen Freiherrnstand erhoben wird - ab jetzt darf er sich "Lothar Freiherr von Faber" nennen.

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Durch Ottilies Hochzeit kommt zum Familiennamen das Adelsgeschlecht Castell hinzu.

Ein florierendes Unternehmen ohne männlichen Erben

1851 kommt Wilhelm zur Welt, das einzige Kind von Ottilie und Lothar von Faber. Früh wird er ins Familienunternehmen eingeführt und vermählt sich mit Bertha. 1877 wird die älteste von drei Töchtern geboren, die den gleichen Namen wie die Mutter Wilhelms trägt: Ottilie. Zwei Söhne versterben bereits im Kindesalter. Ein Verlust, den Wilhelm nicht verwindet: Er wird schwermütig und verstirbt bereits mit Anfang 40. Was für ein Schicksalsschlag: Das Unternehmen steht ohne männlichen Erben da.

Wie die von Fabers zum Castell kamen

Aus Herausforderungen ergeben sich Chancen: 1898 vermählt sich Ottilie von Faber mit Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen, Sprössling eines der ältesten deutschen Adelsgeschlechter. Mit Genehmigung des Prinzregenten von Bayern entsteht so das neue Grafengeschlecht von Faber-Castell. Nach dem Tod von Lothars Witwe Ottilie geht das Unternehmen 1903 an ihre Enkeltochter und deren blaublütigen Ehemann über. 1911 zählt das Unternehmen 2.000 Arbeiter und 300 Heimarbeiterinnen. 200 Angestellte im kaufmännischen und technischen Bereich betreuen etwa 100.000 Stammkunden weltweit – ziemlich beeindruckend!

Unruhige Zeiten

 

 

 

Der Erste Weltkrieg zerrt am Unternehmen: ausländische Niederlassungen und Produktionsstätten, zum Beispiel in den USA, gehen verloren. Die Firma fängt sich jedoch, sodass Graf Alexander seinem Sohn Roland 1928 ein gut geführtes Unternehmen übergeben kann. Doch die Wirtschaftskrise in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ist nur schwer zu meistern. Roland legt die Firmen A.W. Faber-Castell und Johann Faber zusammen, um Produktionsanlagen besser auszunutzen und Kosten zu senken. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg widmet er sich der Gründung und dem Wiedererwerb ausländischer enteigneter Gesellschaften und erschließt dabei wieder internationales Gebiet.

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Die Familie versammelt sich 1965 anlässlich des 60. Geburtstags von Roland Graf von Faber-Castell.

Die Marke Graf von Faber-Castell entsteht

Aus Rolands Ehe mit Katharina gehen sechs Kinder hervor. Eines davon ist Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, der 1978 das Unternehmen übernimmt und bis 2016 führt. Sein Fokus liegt auf dem internationalen Geschäft und einer ressourcenschonenden Produktion. Zu Beginn der 90er Jahre richtet er das Unternehmen strategisch neu aus und restrukturiert das Sortiment: Die Luxusmarke Graf von Faber-Castell wird eingeführt.

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Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell leitet das Unternehmen bis 2016.

"In Anlehnung an ausgewählte Schreibgeräte meiner Vorfahren war es für mich eine persönliche Herausforderung, diese Produkte der Vergangenheit wiederzuentdecken und sie mit zeitlos gültigem Design und moderner Technik auf die Gegenwart die übertragen. Mit der Graf von Faber-Castell Collection haben diese Ideen Gestalt angenommen und verbinden höchste Handwerkskunst, wertvolle Materialien und überzeugende Funktionalität mit anspruchsvoller Ästhetik." (Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell).

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Der Perfekte Bleistift von Graf von Faber-Castell vereint Funktionalität mit zeitloser Eleganz.

Alle Erfahrung der von Faber-Castells und jede Menge Innovationskraft stecken also in dieser Marke. Für die schönsten Schreiberfahrungen mit der Hand legt sie Wert auf natürliche Materialien und deren Kombination mit Edelmetallen. Alle Füllhalter, Bleistifte und Kugelschreiber der Collection sind sorgfältig verarbeitet und haben höchste Ansprüche an ihre Qualität. Besonders mit dem "Perfekten Bleistift" besinnt sich Graf von Faber-Castell auf seine Wurzeln in der kleinen Bleistiftwerkstatt in Stein. Bei diesem außergewöhnlichen Bleistift ist der Spitzer in eine Schutzkappe integriert, die gleichzeitig als Verlängerung dient, den Radiergummi findet man unter dem Krönchen. So funktionieren Schreiben, Korrigieren und Anspitzen auf kleinstmöglichen Raum. In zahlreichen Ausführungen erhältlich, vereint er Funktionalität und Ästhetik perfekt.

Möchten Sie nach so viel Geschichtswissen die Produkte von Graf von Faber-Castell entdecken? Dann kommen Sie in unsere Geschäfte in Pfullingen und Gammertingen! In unserem Schreibkultur-Sortiment finden Sie eine große Auswahl an unterschiedlichsten, edlen Schreibgeräten, zu denen wir Sie gerne beraten.

Alle Bilder: Faber-Castell Archiv